Über uns -  Umbau 3D-Parcours 2022

Stand November 2022

Der vereinseigene, nicht öffentliche 3D-Parcours wurde im Jahr 2022 überarbeitet. Insbesondere die sicherheitsrelevanten Belange wurden verbessert, sodass weder Mensch noch Tier beim Bogenschießen auf dem 3D-Parcours gefährdet werden.

Durch die Stürme im Frühjahr 2022 waren mehrere Bäume umgeknickt, diese mussten leider gefällt werden. Aber auch durch die letzten heißen Sommer ist noch viel Totholz in den Bäumen. Ein Blick nach oben bei Wind ist immer sinnvoll. Bedingt durch die Grundfläche des Waldes ist ein Schießen Richtung Weide unumgänglich. Dazu wurden allerdings Sicherheitsvorkehrungen getroffen die verhindern, dass Pfeile auf die Weide geschossen werden können. So sind großflächige Fangnetze aus Geovlies freihängend montiert und die vorhandenen Backstops vergrößert bzw. Matten freischwingend aufgehangen worden.  Zusätzlich  wurde Bruchholz als Totholzhecke auf dem Wall gestapelt um einen weiteren Schutz zu bieten. Die Schussbahnen wurden so umgebaut, dass Personen mit körperlichen Einschränkungen diese auch nutzen können, z.B. durch Aufbau von Treppen oder Handläufen.

 

Die Schussbahnen blieben wie bisher bestehen,  wurden aber mit seitlichen Begrenzungen versehen. Dadurch ist gewährleistet, dass die Schussrichtung vorgegeben ist und die Backstops und die Pfeilfangnetze ihre volle Wirkung entfalten können. Um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen wurden Abschüsse mit unterschiedlichem Standverhalten gebaut. Je Bahn sind zwei Schussweiten durch Pflöcke festgelegt. Neu ist auch ein Schuß durch eine Betonröhre oder ein bewegliches Ziel.

Der 3D-Parcours ist nicht als „Einbahnstraße“ ausgelegt. Grund hierfür ist die geringe Anzahl an gleichzeitig sich im Wald befindlichen Schützen. Ferner kann durch den Ausgang auf den öffentlichen Weg nicht ausgeschlossen werden, das von rückwärts Personen in den Wald gelangen und sich dann in der Schussrichtung befinden.  Diese "Trampelpfade" in den Wald werden nach und nach verbaut. Aus sicherheitstechnischen Gründen wurde am Eingang zum 3D Parcours ein Hinweisschild angebracht auf dem nochmals die wesentlichen Verhaltensregeln dokumentiert sind. Die drei letzten Ziele wurden aus Sicherheitsgründen (Schussrichtung öffentlicher Weg) aufgegeben und in den vorderen Bereich integriert.

Der alte Lagerplatz der Gemeinde wurde mit in den 3D-Parcours einbezogen. Dazu wurde der jetzige Wall eingeebnet und ein neuer, höherer Wall als Schutz aufgeschüttet. Auch die Fläche hinter der 50 m Wand erhielt zum Schutz einen Wall. Diese Fläche wird als neuer Lagerplatz vorgesehen. Auf dem Wall wurde Rasen eingesät, so verschwindet langsam der Erdton und der Wall wird grün.

Als regeltechnische Grundlage für die Erstellung von Backstopps und Pfeilfangnetzen wird die Unterlage „Sicherheitstechnische und bauliche Regeln für Bogenplätze“ des Deutschen Feldbogen Sportverbandes (DFBV) und des Deutschen Schützenbundes (DSB) verwendet. Dort werden folgende Größen von Pfeilfängen empfohlen:

Eine Herausforderung war es das richtige Material für die Pfeilfangnetze zu finden. Bei der Größe der Pfeilfangnetze schieden angebotene Pfeilfangnetze aus dem Fachhandel aus Kostengründen aus. Daher wurden verschiedene Materialien als Pfeilfangnetz getestet. Bei einem Test eines offiziellen Pfeilfangvlies im Herbst 2021 wurde dieses mit unterschiedlich starken Bögen und Pfeilen beschossen. Es stellte sich heraus, dass bereits bei mittleren Zuggewichten (40 Pfund) das Vlies durchschossen wurde ohne den Pfeil wirklich aufzuhalten.

Durch die Nachfrage bei mehreren Herstellern nach Erfahrungswerten wurde schlussendlich ein Teichvlies aus Polypropylen (1000g/m², 8 mm dick) getestet. Bei den Testversuchen prallten teilweise die Pfeile bei einlagiger Aufhängung ab oder sind nur ca. 30 cm eingedrungen, wurden aber nicht durchgeschossen. 

Andreas Scholz

 

Bilder: Von Vereinsmitgliedern fotografiert und zur Verfügung gestellt

Tabelle: Webseite des Deutschen Feldbogen Sportverband e.V. , www.DFBV.de/verband/dokumente